KEV und der Atomausstieg

Die KEV-Befürworter verbinden die Stromsteuer KEV mit dem Atomausstieg. Mit diesem Argument glauben sie, sämtliche Ungerechtigkeiten, welche die KEV mit sich bringt, begründen zu dürfen.

Tatsache ist, dass die KEV und der Atomausstieg nichts, aber rein gar nichts miteinander zu tun haben.

Die KEV bringt keinen Atomausstieg, da sie höchstens die Wasserkraft konkurrenziert und das Land verschandelt. Der Atomausstieg wäre verbunden mit mehr Strom aus Wasserkraft oder Strom aus Gas oder Kohle. Photovoltaik und Windstrom sind wegen den fehlenden Speichermöglichkeiten keine Optionen. Alles andere ist Augenwischerei. Siehe Beispiel Deutschland. Dort gingen wegen der EEG (ähnlich KEV) und damit dem Zappelstrom aus Wind und Sonne mehrere Kohlekraftwerke ans Netz.

Mit der Verbindung von KEV und Atomstrom versuchen die massgebenden KEV-Befürworter (welche auch Kernenergie-Gegner sind) zu verschleiern, dass sie mit ihren Firmen und Organisationen mit der KEV über Jahre Milliarden kassieren. Auch von den finanziell schwachen Personen.

Wir Fachleute ärgern uns schon sehr lange, dass Juristen, Sozialpädagogen und Journalisten ohne die geringsten Fachkenntnisse (das gilt leider auch für die Bundesrätin Doris Leuthard) über die Stromerzeugung richten und dabei gefährliche und teure Fehlentscheide provozieren.

Das Volk soll mitentscheiden über die Energiezukunft, was sie kosten darf, welche Eingriffe in die Landschaft erfolgen dürfen und ob es den Ausstieg aus der Kernenergie will.

Dass die KEV und der Atomausstieg nicht miteinander zu tun haben, beweist auch der Jungfreisinn der Schweiz, welcher das KEV-Referendum seit dem 17. August 2013 offiziell unterstützt. Der Jungfreisinn ist für den Atomausstieg.

Euer Christian Riesen

Windkraftanlagen oder Kernkraftwerk?

Diese kleine Animation fand ich auf Youtube. Und sie zeigt sehr einfach aber drastisch, weshalb Windkraftanlagen rein vom Platzbedarf her nicht geeignet sind, auch nur ein einziges Kernkraftwerk zu ersetzen.

Link zum Youtube-Video